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Presseberichte

Bericht von der OHA 2009

TAG DER ARMEE...an der OHA

osw./pd. Satte 56,5 Tonnen Kampfgewicht. 8,49 Meter lang, 3,70 Meter breit. Zwei Tanks mit einem Gesamtvolumen von 1200 Litern Diesel. Eine 12cm Kanone, ein Maschinengewehr und 16 Nebelwerfer. Heute steht er an der OHA: Der Kampfpanzer 87 Leopard II. Am Tag der Armee. Vorgestellt von der Panzerschule 21 aus Thun...

Wer noch nie in einem Kampfpanzer 87 Leopard II gesessen hat, kann dies heute Donnerstag, 3. September 2009 an der 50. Oberländischen Herbstausstellung t(h)un: Die Panzerschlachten sind zwar vorbei, aber noch immer ist der Leopard II im Heer kampf- und prestigemässig das Aushängeschild. Das stärkste Element der Kampftruppen kann für alle drei aktuell definierten Aufträge der Schweizer Armee eingesetzt werden: Für Raumsicherung und Verteidigung (Kernauftrag), aber auch für die Unterstützung der zivilen Behörden oder die Friedensförderung. Die Bedrohungslage sieht heute bekanntlich nicht mehr so aus wie 1988, als der Leopard II eingeführt wurde. Heute ist die Eintretenswahrscheinlichkeit militärischer Angriffe auf die Schweiz gering, ebenso Unruhen im Innern, Bedrohung aus der Luft oder Terrorismus und Proliferation. Höher indes ist das Risiko von Natur- und technischen Katastrophen oder Konflikte im Ausland, welche auch politischen Einfluss auf die Schweiz haben könnten. Soviel zur Bedrohungslage...
Heute Donnerstag, am Tag der Armee, in der Sonderschau-Halle 4, ist alles harmlos. Nebst dem Leopard II steht auch ein Schützenpanzer 2000 an der Messe: 27,7 Tonnen schwer, 6,80 Meter lang, 3,19 Meter breit und 2,85 Meter hoch. Das Gefährt ist 70km/h schnell, verfügt über eine 30mmm Bushmaster-Kanone (Feuergeschwindigkeit 200 Schuss pro Minute) sowie über ein rohrparalleles Maschinengewehr vom Kaliber 7,5mm. Zudem hat es auf jeder Turmseite je vier 7,6cm Nebelwerfer - um den Gegner einzukesseln, die Sicht zu erschweren, damit ein Rückzug möglich wird...


Heute heisst es an der 50. OHA aber alles andere als Rückzug - im Gegenteil. Volle Kraft voraus, Attacke - das Publikum soll sehen, was die Schweizer Armee, im Speziellen die Panzerschule 21, kann. In den letzten Jahren immer wieder arg gebeutelt, in Frage gestellt, aufgrund der Sparpläne materialmässig kaum mehr kampfwertgesteigert - kurz: Heute kann sich der OHA-Besucher überzeugen, dass es die Armee (immer noch) braucht. Wenn auch - der Zeit angepasst - schlanker als früher. Drei Kompanien der Panzerschule 21 sind heute an der OHA vor Ort. Gamellen, Panzerkombis, Helm, Funkgeräte, Sturmgewehre und andere Waffen sind vor Ort - und können besichtigt werden. Die Panzerschule 21 in Thun wird derzeit von Oberst im Generalstab Hanspeter Aellig geführt. Der Kommandant ist selber Thuner, wohnt in Goldiwil - und ist Stadtrat der FDP. Aktuell leisten derzeit auf dem grössten Waffenplatz der Schweiz, in Thun, rund 600 Kader und Rekruten der Panzerschule 21 Dienst; sie werden in insgesamt vier Kompanien ausgebildet.
Heute Donnerstag stehen PS, Kraft, Waffe, Munition und Kampf im Zentrum der OHA-Sonderschau.

Donnerstag, 13. August 2009

Die Panzerrekrutenschule
21 aus Thun begrüsst
Die Glarner Offiziersgesellschaft durfte am 27. Juli das Milizkader und das Berufskader der Pz S 21, VBA 1 zur letzten Phase der Verbandsausbildung der Rekrutenschule in Näfels begrüssen. Die Pz S 21 leistet seinen Dienst vom 6. Juli bis am 31. Juli im Raum Glarnerland und Graubünden.
In dieser Phase liegt das Schwergewicht in der Gefechtsausbildung auf den Panzerschiessplätzen Wichlen und Hinterrhein. Es wurden Zugsübungen und Kompanieübungen im scharfen Schuss durchgeführt. Im Einsatz standen die Hauptwaffen der Panzertruppen, der Schützenpanzer CV90 und der Kampfpanzer Leopard. Das Kader wurde durch Werner Schindler im Freulerpalast durchs Militärmuseum geführt.

Es wurde aufgezeigt, welche Verbindung das Militär mit dem Kanton Glarus hat. Die Geschichte beginnt als die Glarner noch bekannt waren für ihre Söldnerdienste, welche hauptsächlich von der Gemeinde Näfels kamen. Am anschliessenden Apéro konnten noch einige Gedanken mit den Gästen und den Vertretern der Politik ausgetauscht werden. Die Offiziersgesellschaft wünscht dem Pz S 21 unter dem Kdo von Oberst i Gst Hanspeter Aellig weiterhin viel Erfolg im Glarnerland.

Maj Hans-Peter Müller